Die Arbeit beschäftigt sich mit dem gesamtgesellschaftlichen Phänomen der Einsamkeit und untersucht dabei speziell dessen räumlichen Kontext. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welchen Beitrag die räumliche Planung leisten kann, um diesem Phänomen entgegenzuwirken. Ziel ist es, Ansätze zu entwickeln, die soziale Interaktionen fördern, den sozialen Zusammenhalt stärken und die Lebensqualität in urbanen Quartieren nachhaltig verbessern.
Im ersten Teil wird die Definition und nötige Abgrenzungen von Einsamkeit sowie bisherige gesellschaftliche und planerische Umgänge mit dem Thema aufgearbeitet. Zudem werden besonders betroffene Personengruppen identifiziert. Darauf aufbauend werden zentrale Einflussfaktoren analysiert und mögliche Handlungsfelder aufgezeigt. Dafür wird ein Werkzeug, angelehnt an einen Farbfächer entwickelt, der mögliche Zusammenhänge aufzeigt.
Im zweiten Teil der Arbeit erfolgt eine konkrete Untersuchung der Stadt Stuttgart, mit Fokus auf das Stadtgebiet Stuttgart-Ost. Dafür werden Maßnahmen entwickelt, die in einem zuvor analysiertem Fokusgebiet beispielhaft angewandt werden. Im dritten Teil der Arbeit werden in einem Reallabor niederschwellige Maßnahmen im öffentlichen Raum realisiert, um deren Wirkung auf soziale Interaktionen zu testen. So soll am Beispiel Stuttgarts – insbesondere des Stadtteils Stuttgart-Ost – aufgezeigt werden, wie räumliche Planung auf unterschiedlichen Ebenen dazu beitragen kann, Einsamkeit entgegenzuwirken.
Betreuer*innen:
Prof. Dr. phil. Laura Calbet (SI-TMS) und Prof. Dr. rer. nat. Leonie Fischer (ILPÖ)