SCHICHTWERK

Jule Lea Wöllhaf und Benedict Selig
(IEK / Prof. Bauer)

Re:Concrete 

Wo einst Zement für Großbaustellen wie den Gotthardtunnel gebrannt wurde, liegt nun die weitläufige Fläche des Industrieareals in Brunnen am Vierwaldstättersee seit über einem Jahrzehnt weitestgehend brach. Der Entwurf transformiert die industrielle Vergangenheit des Areals in ein lebendiges Quartier. Der langgestreckte Riegel bildet mit Drehrohrofen, Wärmeaustauscherturm sowie Rampen und Brücken eine markante Silhouette entlang der Werkpromenade und verbindet industriellen Charakter mit neuen urbanen Nutzungen.

Das Quartier lebt von Kontrasten: Stadt und Natur, laut und leise, alt und jung, Tourismus und Wohnen, die sich im Gebäude widerspiegeln. Einschnitte und Vor- und Rücksprünge gliedern das Volumen, neue Treppenkerne orientieren sich am funktionalen Bestand und prägen die Erschließung.

Ein Laubengang zur Uferseite schafft Aufenthaltsqualität und eröffnet Blicke zum Wasser, während die Seite zur Werkpromenade den industriellen Ausdruck bewahrt. Großzügige Treppen und Rampen verbinden fließend Innen- und Außenraum.

Die Nutzung richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen und Zeiträume: Im Erdgeschoss bleibt die industrielle Halle mit ihrer offenen Raumwirkung erlebbar. Darauf folgen flexible Wohn- und Aufenthaltsangebote, von kurzfristigen Unterkünften für Gruppen oder Reisende bis zu Apartments für Studierende oder Feriengäste, die länger bleiben. Flexible Grundrisse ermöglichen Anpassung an vielfältige Lebensmodelle.

Betreuung: 
Prof.- Dipl. Ing. Martina Bauer - IEK
Thea Cheret M.sc. - IEK
Dr. Stefanie Röscher - KE 

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