| Zeit: | 08. – 09. Juni 2026 |
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Ausstellungseröffnung „Innovationen im Holzbau“
Am 8. Juni um 19 Uhr
Neun Gastprofessorinnen und -professoren, präsentieren gemeinsam Arbeitsproben und Positionen aus dem sechsjährigen Förderprogramm der Holzbauoffensive Baden-Württemberg in Wort, Bild, Zeichnung und Film.
Kolloquium „Innovationen im Holzbau“
Am 9.6. von 10 - 14 Uhr
Die doppelte Transformation: Waldumbau und Zirkularität
Das Stuttgarter Symposium zieht nach sechs Jahren Förderperiode der Holzbauoffensive Baden-Württemberg im Rahmen des Holzinnovationsprogramms (HIP) Bilanz und richtet zugleich den Blick auf Lehre und Forschung im Spannungsfeld von Bauwende und Waldumbau.
Die Klimakrise erzwingt ein grundsätzliches Umdenken an der Schnittstelle von Forst- und Bauwirtschaft. Der notwendige Waldumbau hin zu biodiversen Dauerwäldern verändert das Holzaufkommen grundlegend. Gleichzeitig verlangt die Bauwende eine konsequente Kreislauffähigkeit von Gebäuden. Nach sechs Jahren „Innovationen im Holzbau“ lädt die Universität Stuttgart zu einem Symposium mit neun Gastprofessorinnen und Gastprofessoren ein.
Vom Tiefpunkt zur internationalen Wissenschaftsdisziplin
Rückblick: Vor 50 Jahren galt der Holzbau als überholt und erlebte seinen historischen Tiefpunkt. Zeitgleich setzte Frei Otto mit dem Bau der Mannheimer Multihalle ein radikales Zeichen für das ungenutzte Potenzial des Materials. Erst um die Jahrtausendwende wurde der Holzbau als globale Strategie zu mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen wiederentdeckt und wurde zum Vorreiter für konstruktive Innovationen.Dieser neue Holzbau etablierte sich als wissenschaftliche Disziplin, jedoch ohne das regional überlieferte Wissen zu Wald und Forst. Dabei erfuhr er unterschiedliche Aneignungen, etwa das Serielle, obwohl gerade ihm, mehr als jeder anderen Bauweise die Möglichkeit zur individuellen Innovation innewohnt. Form folgt Forst: Maßgeschneiderte Innovation statt Standardisierung. Der fortschreitende Klimawandel macht ein „Weiter so“ unmöglich. Der Wandel von der Monokultur zum ungleichaltrigen, diversen Mischwald zeigt, dass ein biodiverses Ökosystem und eine produktive Forstwirtschaft Hand in Hand gehen können. Die technologische Brücke hierfür schlägt die Digitalisierung: Digitale Abbilder von Waldhabitaten ermöglichen es heute, regionale Ressourcen maßgeschneidert und präzise zu aktivieren.
Die Zukunft des Holzbaus liegt daher nicht in der Normierung, sondern in der intelligenten Anpassung der konstruktiven Nutzung an die individuellen Eigenschaften des Holzes. Ästhetik und Technik folgen den realen Bedingungen des Waldes. Dieser Wandel ist keine Einschränkung, sondern der Treiber für innovative Gestaltung und neue, zeitgenössische Konstruktionen.
Die doppelte Transformation: Waldumbau und Zirkularität.
Das Symposium beleuchtet die zwei zentralen Kräfte, die den Holzbau heute fundamental verändern:
1. Der Waldumbau: Welche neuen Konstruktionsformen antworten auf
das veränderte Holzaufkommen mit dem Umbau zum biodiversen
Mischwald?
2. Die Zirkularität: Wie müssen Holzbauten konstruiert werden, um vollkommen
reversibel, rückbaubar und kreislauffähig zu sein?
3. Forschung und Lehre: Wie Lehren und Forschen wir unter veränderten
Rahmenbedingungen?
Nach sechs Jahren intensiver Forschung und Lehre an der Universität Stuttgart
bietet die Veranstaltung eine Plattform, um die Schnittpunkte von Forst, digitaler
Fertigung und zirkulärer Architektur neu zu denken.
Gastgebende Institute:
IBK/Prof. Jens Ludloff,
ITKE/Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers
Unsere fünf Forschungstandems von 2020 - 2026
Prof. Dipl.-Ing. Markus Lager & Dr.-Ing. Jochen Stahl
Dipl.-Ing. Farid Scharabi & Dr.-Ing. Jochen Stahl
Dipl.-Ing. Søren Linhart & Dr.-Ing. Thomas Ehrhart
Dr.-Ing. Sonja Geier & M. Sc. Simon Mönch
Dipl.-Ing. Simon Jüttner & M. Sc. Jana Nowak