Ifag-um-7 - Alte-Meister - Neue-Forschung: Regina Stephan (Mainz)

4. Juli 2022, 19:00 Uhr

über Erich Mendelsohn und die Architektur der funktionellen Dynamik

Zeit: 4. Juli 2022, 19:00 Uhr
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War Erich Mendelsohn ein Expressionist? Ein Vertreter der organischen Architektur? Gehörte er zum International Style?

Als jüdischer Architekt 1933 in die Emigration gezwungen, wandelte sich sein Werk signifikant im Dialog mit dem jeweiligen Land, dessen Topographie und Klima und der jeweiligen direkten Umgebung und blieb doch unverkennbar Mendelsohn.  Was aber war sein spezifischer Ansatz in der Architektur, die sich bis heute in Europa, in Russland, in Israel und in den USA wiederfindet?

Erste Hinweise gibt Mendelsohns Vortrag im Jahr 1923 „Die internationale Übereinstimmung des neuen Baugedankens oder Dynamik und Funktion“. Er hilft dabei, sein Frühwerk mit dem Einsteinturm in Potsdam, der Hutfabrik in Luckenwalde und dem Verlagshaus Mosse in Berlin verstehen und einordnen zu können. Ein besonders bedeutender Bau war das 1926 bis 1928 erbaute Kaufhaus Schocken in Stuttgart, dessen Entwurf von der kontrapunktisch komponierte Musik Johann Sebastian Bachs ebenso inspiriert war wie vom engen Bauplatz in der Stuttgarter Altstadt. Durch den Vergleich mit zeitgleichen Bauten anderer Architekten und späteren Bauten Mendelsohns wird die Frage beantwortet, was Mendelsohns Werk kennzeichnet und unverwechselbar macht.

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